Seltene Erden verteuern Elektromotoren
München – 07. September 2011
Preisexplosion fĂĽr Seltene Erden erfordert ressourcenschonende Elektromotoren fĂĽr eMobility
In etlichen Hightech-Branchen, darunter energieeffiziente und kompakte Elektromotoren für Elektrofahrzeuge, sind Seltene Erden unentbehrlich. Die Reduzierung der Fördermengen und Exportquoten durch die VR China führte zu Preissteigerungen beispielweise bei Magneten um bis zu 800% und könnte den Vormarsch der Elektromobilität entscheidend verlangsamen. Alternative Quellen sind noch nicht verfügbar, daher sind innovative Technologien gefragt, die den Bedarf reduzieren.
Lanthan, Europium, Neodym und 14 weitere Metalle sind bekannt als die Seltenen Erden und stellen einen kritischen Bestandteil einiger Hightech-Industrien dar. Die Automotive-Industrie verbraucht beispielsweise etliche 10.000 Tonnen dieser Rohstoffe jedes Jahr. Hightech-Entwicklungen in militärischen und optischen Sektoren, auch sogenannte Green-Technologien im Energie-Sektor, sind auf den Einsatz dieser begehrten Rohstoffe angewiesen, da diese Elemente technologieintensiven Materialien und -komponenten wie z.B. optischen Gläsern und Dauermagneten kritische Eigenschaften verleihen, die die Performance, und daher auch die Konkurrenzfähigkeit der Hightech-Produkte maßgeblich verbessern.
Seltene Erden in der Elektromobilität
Im Bereich der Elektromobilität werden Seltene Erden bei der Herstellung von Akkus, Elektromotoren und Generatoren verwendet. So beträgt der Neodym-Anteil (als Werkstoff NdFeB) von in Elektromotoren und Generatoren eingesetzten Hochleistungsmagneten über 25%. Der Anteil aller Seltenen Erden in einem Hybrid-Fahrzeug wird auf insgesamt 20kg geschätzt. Ohne deren Einsatz wären z.B. in Motoren und Generatoren höchste Wirkungsgrade von über 90% nicht erreichbar, außerdem wären deutlich größere und schwerere Maschinen nötig um die steigenden Leistungsanforderungen an Antriebsmotoren, Generatoren und Hilfsaggregate für Elektro- und Hybridfahrzeuge zu erfüllen.
Die Abhängigkeit ist so groß, dass deren Ausbreitung durch bevorstehende Rohstoffengpässe unter Umständen bedroht ist. Im letzten Jahrzehnt verdreifachte sich der Bedarf an Seltenen Erden von 40.000 auf 120.000 Tonnen. Um das geplante Wachstum der sogenannten Green-Technologien bewahren zu können, steige der globalen Bedarf in den nächsten Jahren sogar auf 200.000 Tonnen. Die Rohstoffmengen sind grundsätzlich vorhanden – obgleich Teile davon noch unerschlossen sind – dennoch ist die Versorgungssituation kritisch.
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